Grohnde abschalten!

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Kreisverband Lippe

Beschluss der Kreismitgliederversammlung am 23.06.2014

Die GRÜNEN in Lippe haben auf Ihrer letzten Kreismitgliederversammlung einstimmig beschlossen, den Appell der Regionalkonferenz „AKW Grohnde abschalten“ an den Niedersächsischen Umweltminister Wenzel zu unterstützen.

Hier der Appell der Regionalkonferenz „AKW Grohnde abschalten“ im Wortlaut:

Das Atomkraftwerk Grohnde ist seit Jahrzehnten umstritten. Beim Bau in den 70er Jahren wurde Stahl verwendet, der schon damals nicht mehr zulässig war. Mit 231 Ereignissen weist Grohnde die meisten meldepflichtigen Ereignisse aller deutschen AKWs auf, ein Indikator für ein niedriges Sicherheitsniveau. Ende April wurde bei den jährlichen Wartungsarbeiten ein Generatorschaden festgestellt. Um die Stillstandszeit möglichst kurz zu halten, ist ein alter, gebrauchter Generator, der zuvor schon im AKW Philippsburg in Betrieb war, eingebaut werden. Kurze Zeit später tauchten immer mehr Schäden auf; so wurden beschädigte Bauteile (sog. Drosselkörper) im Reaktorkern gefunden. Gleichzeitig wurde bekannt, dass die Stromkonzerne ihre Atomkraftwerke an den Staat abgeben wollen. Jetzt noch schnell Gewinne machen und die langfristigen Folgen tragen Andere – Nicht mit uns!“

Schon in ihrer Pressemitteilung im Mai 2014 forderten die Lippischen Grünen die sofortige Stilllegung des AKW Grohnde. „Fremdkörper im nuklearen Bereich eines Atomkraftwerkes können zu mechanischen Beschädigungen führen und somit den Einschluss der Radioaktivität oder die Kühlfähigkeit des Kerns gefährden. Befinden sich zudem plutoniumhaltige Mischoxid-Brennelemente im Kern, wie sie jetzt gerade im AKW Grohnde im Rahmen der Revision wieder eingesetzt wurden, werden solche Gefahren noch unkalkulierbarer“, erklärt der Sprecher der GRÜNEN im Kreisverband Werner Loke.

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